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Behauptet wird, dass eine staatliche Regulierung von Produktionsmengen ein praktikables Instrument zur Vermeidung von Krisen im Milchsektor sei.

Tatsache ist, dass zunehmende Schwankungen der Erzeugerpreise eine große Herausforderung für die Milcherzeuger darstellen. Eine staatliche Steuerung der Produktion ist in zunehmend globalisierten Milchmärkten jedoch ungeeignet, um dieses Problem zu lösen.

Fakten: 
 
In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Vorschläge zur Regulierung der Produktionsmengen diskutiert. Von Oktober 2016 bis April 2017 wurden nach Auslaufen der Milchquote erstmals wieder staatliche Anreize zur Steuerung der Milchproduktion umgesetzt („Zweites EU-Hilfspaket“). Durch innereuropäische finanzielle Anreize zur Verringerung der Milchproduktion sollten die Erzeugerpreise für Milchbauern angehoben werden. Etliche Studien zeigen jedoch die Schwachpunkte solcher Überlegungen auf.
 
 
 
Fakt 1
Die Preiswirkung ist äußerst gering und regelmäßig zu spät. 

Fakt 2
Die Preiswirkung verpufft gänzlich in offenen Märkten. 

Fakt 3
Eine Regulierung schwächt die Wettbewerbsfähigkeit.

Fakt 4
Die Umsetzung ist mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden.

Fakt 5
Die Regulierung widerspricht der langfristigen Ausrichtung der Agrarpolitik.

Fakt 6
Richtig ist: Preissignale müssen früher beim Landwirt ankommen.

 
6 Fakten, deren Erklärung dazu hier im Faktencheck Mengenregulierung Milch nachgelesen werden können.
 


 
 
Grafik:  Zusammenhang zwischen dem Milchpreis Deutschland und dem Rohmilchwert Ozeanien