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Milch und Rind

EU-Hilfspaket Milch

Wir informieren hier über die EU-Beihilfe zur Verringerung der Milchproduktion. Informationen zur Milchsonderbeihilfe finden Sie  HIER >>
  
Die EU-Kommission hat Zahlen zum EU-Reduktionsprogramm für den Milchsektor veröffentlicht. Insgesamt stellte die Europäische Union 150 Mio. EUR für eine Beihilfe zur Verfügung, mit der ein finanzieller Anreiz zur Reduktion der Milchanlieferung gewährt wurde. Milchbauern konnten eine Beihilfe erhalten, wenn sie im Zeitraum von Oktober 2016 bis Januar 2017 ihre Anlieferung im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum reduzierten. Hierfür wurde eine Beihilfe in Höhe von 14 Ct für jedes Kilogramm gewährt, welches im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger angeliefert wurde.

Ursprünglich haben im vergangenen Herbst 58.035 Milchbauern erfolgreich einen Antrag auf Teilnahme am Programm gestellt. Nach Abschluss des Programms haben 48.288 Landwirte an der Reduktion teilgenommen und einen Antrag auf Auszahlung der Beihilfe gestellt. Von den anfangs beantragten Beihilfen in Höhe von 150 Mio. EUR werden dementsprechend ca. 20 Prozent ungenutzt in den Agrarhaushalt der Europäischen Union zurückfließen. In Deutschland nahen 9.427 Milchbauern am EU-Reduktionsprogramm teil. Diese werden aus dieser Beihilfe insgesamt 32,9 Mio. EUR erhalten, also durchschnittlich ca. 3.500,- EUR.
 


DBV-Pressemeldung vom 01.09.2016
DBV: EU-Hilfspaket für Milcherzeuger zügig umsetzen
„Beihilfe zur Verringerung der Milchproduktion“ mit absehbaren Mitnahmeeffekten
 
(DBV) Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) muss das von der EU auf den Weg gebrachte und national kofinanzierte Unterstützungsprogramm für Milcherzeuger so ausgestaltet werden, dass eine möglichst schnelle Auszahlung der Mittel an die Betriebe gewährleistet werden kann. „Wie auch in anderen EU-Mitgliedstaaten, sollten in diesem Programm die Möglichkeiten genutzt werden, zukunftsorientiert in den nationalen Milchsektor zu investieren. Aktive Landwirte müssen möglichst zeitnah Unterstützung erhalten. Die Preiskrise erfordert sofortiges Handeln. Ausgestaltung und Antragsverfahren müssen diesem Ziel gerecht werden“, so DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken im Vorfeld der Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern. mehr lesen >>